Lexikon

Einspeisevergütung

Der – in diesem Fall – mittels einer Photovoltaik-Anlage erzeugte und ins allgemeine Stromnetz eingespeiste Strom wird entsprechend den Richtlinien des Erneuerbare Energien Gesetzes vergütet.

Einspeisezähler

Seit der Einführung des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) müssen einspeisende Photovoltaik-Anlagen in Deutschland mit einem Einspeisezähler ausgestattet werden. Dieses Gerät wird zusätzlich zum bereits vorhandenen Verbrauchszähler installiert und misst die von der Solarstromanlage produzierte und eingespeiste elektrische Energie.

Energetische Amortisation

Die Zeit, die eine Photovoltaik-Anlage benötigt, um die Energiemenge zu erzeugen, die zur Herstellung ihrer Bauteile benötigt wurde. Diese Zeitspanne ist je nach verwendeten Bauteilen stark Material- und Technikabhängig. Sie variiert im allgemeinen bei 3-5 Jahren.

Erneuerbare Energien

Im Gegensatz zu fossilen bzw. atomaren Energiequellen wie Öl, Gas, Kohle oder Uran bezeichnet man Energiequellen, die ständig zur Verfügung stehen oder sich in absehbaren Zeiträumen regenerieren als erneuerbare oder auch regenerative Energiequellen.
Dabei handelt es sich um ökologische und – auf Dauer – wirtschaftliche Alternativen zur begrenzten Rohstoffvorrat der Erde. Dabei fällt als Nebeneffekt eine größere politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit von rohstoffliefernden Ländern an.

Erneuerbare Energien-Gesetz

Das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) trat am 01.04.2000 in Kraft und regelt die Abnahme und die Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenen Strom durch die jeweiligen Stromnetzbetreiber. Das Gesetz zielt auf  eine ökologische und rohstoffunabhängige Energieversorgung im Interesse von Klima-, Natur- und Umweltschutz. Nebeneffekte sind sowohl die wirtschaftliche, damit auch politische Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen und deren Exportstaaten als auch ein technologischer Entwicklungsschub. Die Netzbetreiber müssen die Vergütungssätze jeweils für die Dauer von 20 Jahren zuzüglich des Inbetriebnahme-jahres bezahlen. Seit Einführung wurden bereits mehrere Novellierungen des EEG und der Vergütungssätze vorgenommen.

kWh- Kilowattstunde

Die Einheit, in welcher der elektrische Energieertrag einer Photovoltaikanlage meistens angegeben wird. Eine Kilowattstunde entspricht der Leistung von einem Kilowatt über einen Zeitraum von einer Stunde.

kWp- Kilowatt peak

Die maximale Leistung eines Solarmoduls. Meist nur unter optimierten Testbedingungen zu erreichen. Dabei steht „p“ für „Peak“, was übertragen für diesen Bereich so viel wie Spitzenleistung bedeutet.

Solarmodul

Installationsfreundliche Bauweise kompletter Solarzellenstrukturen inklusive Anschlüssen.

Dabei werden einzelne Solarzellen zu einem Verbund zusammengeschaltet, in einem versiegelten Rahmen mit klarer, durchsichtiger Front und rückseitiger Abdeckung versiegelt. Die externe Verschaltung mit anderen Solarmodulen erfolgt dabei über eine rückwärtige Anschlussdose mit  bereits anschlussfertigen Verbindungskabeln.

Netzeinspeisung

Wird der von der Photovoltaikanlage produzierte Strom ganz oder teilweise in das lokale Stromnetz geleitet, so spricht man von Netzeinspeisung oder Netzkoppelung.

Photovoltaik

Als Photovoltaik bezeichnet man die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie. Die auf vorbehandeltes Halbleiter-Element auftreffende Strahlungsenergie setzt in diesem elektrische Ladungsträger frei, die über die elektrischen Kontakte in einem äußeren Stromkreis genutzt werden können.
Derart vorbehandelte Halbleiter werden als Solarzellen bezeichnet.

PV

Heutzutage allgemein Abkürzung für Photovoltaik. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem griechischen Wort für Licht: Photon und dem seinerzeit führenden Forscher im Bereich der galvanischen Elektrizität: Alessandro Volta. Dieser konstruierte 1780 die erste elektrische Batterie.

Solaranlagen

Eine Solaranlage ist eine Anlage zur Umwandlung der Sonnenenergie in eine Nutzenergie. Dabei unterscheidet man zwischen thermischen Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung / Heizungsunterstützung und Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung.

Solarstrom

Solarstrom ist in Solarzellen direkt erzeugter Gleichstrom.

Wechselrichter

Um die von Solarmodulen erzeugten Energie ins öffentliche Netz einzuspeisen, muss diese von Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt werden. Dafür werden Wechselrichter eingesetzt, die in Größenordnungen von kleinen Hausanlagen bis hin zu großen Wechselrichterschränken für den Einsatz bei Großflächen erhältlich sind.

Als Faustregel gilt: Generell sollte die Gesamtheit der Solarmodule in der Leistung um 5 bis maximal 15 % höher ausgelegt werden als die Ausgangsleistung des Wechselrichters.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad gibt die Effektivität der  Energieumwandlung sowohl bei Solarmodulen als auch bei Wechselrichtern wieder.

Wirkungsgrade von Solarmodulen liegen je nach Modul bei 13 bis 24%* der eingestrahlten Sonnenenergie, die in elektrische Energie umgewandelt werden können. Bei Wechselrichtern liegen die Wirkungsgrade bei Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom bei ca. 92 bis 98%.

* Neuester Maximalwert für handelsübliche Solarmodule